Forschung und Wissen

Dunning-Kruger-Effekt funktioniert offenbar genau andersherum

Glauben Sie noch an den Dunning-Kruger-Effekt? Neue Forschung stellt das bekannte Muster auf den Kopf! Eine aktuelle Analyse grosser Replikationsstudien zeigt: Es sind nicht die Unwissenden, sondern oft die Kompetentesten, die ihre Fähigkeiten am stärksten überschätzen. Der angebliche Zusammenhang, dass vor allem Laien besonders selbstsicher auftreten, basiert zu grossen Teilen auf statistischen Artefakten – insbesondere auf der Regression zur Mitte. Selbstüberschätzung ist laut den neuen Erkenntnissen ein verbreitetes Phänomen auf allen Kompetenzniveaus und kann aus evolutionärer Sicht sogar Vorteile bringen – etwa in Führungsrollen oder bei Statusgewinn. Für HR bedeutet das: Weder die Selbstsicherheit des "Ahnungslosen" noch die Bescheidenheit des "Experten" sollte unkritisch interpretiert werden. Die Studie mahnt zur Reflexion gängiger Wahrnehmungen im Recruiting und Leadership.

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